Leitgedanke - Wald- und Spielgruppe s´Bienehüsli

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Leitgedanke

Spielgruppe


  • Spielgruppen-Leitbild  



Die Erfahrungen, die ein Kind in den ersten Lebensjahren macht, sind prägend. Im Spiel entdeckt das Kind seine Umwelt und sich selbst, spielend bereitet es sich auf das Leben vor. Das Begleiten von Kleinkindern ist eine spannende und verantwortungsvolle Aufgabe, die an Erwachsene hohe Anforderungen stellt. Das Wichtigste in der Spielgruppe ist die Beziehung zu und unter den Kindern und weniger  das Vermitteln eines Stoffes. Die Spielgruppe verzichtet daher auf einen Spiel- und Lernplan.  Die Spielgruppenleiterin muss die Fähigkeit haben, auf die wechselnden Bedürfnisse der Kinder flexibel zu reagieren. Sie bietet dazu einen grossen Freiraum und klare Grenzen an. Diese Arbeit erfordert viel Geduld, Toleranz und Einfühlungsvermögen. Sie braucht die Fähigkeit, einfühlend mit den Kindern zu sein und sie zu begleiten, ohne selbst aktiv das Spielgeschehen gestalten zu müssen. Sie gibt dadurch dem Kind Sicherheit, sodass es selbst aktiv werden kann. Durch intensives Beobachten nimmt sie die Bedürfnisse der Kinder in der Gruppe wahr und stellt entsprechende Spiel- und Werkmaterialien bereit. Die Spielgruppenleiterin pflegt den Austausch mit den Eltern, die regelmässig an Elternveranstaltungen bei gezogen werden. Sie ist kontaktfreudig und hat die Fähigkeit und die Bereitschaft, mit Eltern zusammenzuarbeiten und Konflikte aufzuarbeiten. Zum Leiten einer Spielgruppe braucht es eine belastbare, konfliktfähige, selbständige Persönlichkeit. Da sie die Gruppe meist selbständig führt braucht sie auch organisatorisches Geschick für die administrativen Arbeiten. Umsteigerinnen (Kindergärtnerin, Kleinkindererzieherin, Sozialpädagogin oder Primarlehrerin) müssen bereit sein, sich mit einer neuen Alterstufe vertraut zu machen, sich auf eine andere Arbeitsweise umzustellen und dazulernen.

  • Was ist eine Spielgruppe?


Die Spielgruppe ist für die Kinder ein geschützter Raum, ein liebevoller Ort, wo sie die ersten Schritte hinaus aus dem ihnen bekannten und vertrauten Umfeld der Familie wagen können. Die Kinder im Alter von ca. drei bis fünf Jahren treffen sich ein bis zwei Mal in der Woche in einer konstanten Kindergruppe, die von einer Fachperson betreut wird. In der Spielgruppe treffen die Kinder Gleichaltrige um zu spielen, um sich kennen zu lernen, um Freundschaften zu schliessen. Die Kinder lernen sich miteinander freuen, sich etwas erkämpfen, sich einordnen, stolz sein, sich gern haben, teilen, helfen, zurückstecken, streiten, usw...Sie lernen sich in einer Gruppe wohl fühlen,  sich abgrenzen und sich selber und den anderen vertrauen. Beim Toben und beim kreativen Tun finden die Kinder ein Uebungsfeld , wo sie die eigenen Grenzen und die der andern abtasten können. Durch die Spielgruppe bekommt das Kind seinen ganz persönlichen Erlebnisbereich, den es nicht mit den Geschwistern teilen muss. Es findet einen langsamen Uebergang von der Familie zur Klasse im Kindergarten. Das Ziel der Spielgruppe ist es, die Sozialkompetenz der Kinder zu fördern und zu unterstützen.



Biographie : Leitfaden für angehende Spielgruppenleiterinnen IG-Spielgruppen Schweiz

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